Polizei Brutalität auf der Freiheit statt Angst Demo – Download Video

Während die Veranstalter der Demonstration „Freiheit statt Angst“ eine zufriedenstellende Teilnehmerzahl verkünden, kocht derweil die Netzgemeinde über ein erschreckendes Video. Dieses zeigt mehrere Polizeibeamte, die massive Gewalt gegen Demonstranten anwenden und dabei auch unbeteiligte Passanten „erwischen“.

Seit dem gestrigen Abend macht das Video „Polizei-Brutalität bei der Freiheit-Statt-Angst Demo 2009“ seine Runden. Was darauf zu sehen ist, sollte eigentlich alle Demonstrationsteilnehmer bestätigen. In diesem Land ist der Grad der Freiheit an einen gefährlichen Punkt angelangt, wo sich der Weg gabelt. Auf der einen Seite Freiheiten, auf der anderen Seite der Weg in Richtung totalitäre Überwachung und Verletzung jedweder Grundrechte. Wenn die Exekutivgewalt sich gegenüber Demonstranten und unbeteiligten Passanten so verhält, bedarf es keiner Erklärung mehr, wieso die Demonstration unter dem Titel „Freiheit statt ANGST“ läuft.



Das Video zeigt allem Anschein nach eine Szene bei der Abschlusskundgebung auf dem Potsdamer Platz. Zu sehen ist darauf anfänglich wenig Interessantes. Ein Mann im blauen T-Shirt und mit Fahrrad sticht jedoch aus der Masse hervor. Dieser spricht mit einem Polizeibeamten der Einsatzhundertschaft. Worum es ihm ging? Nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand wollte er eine Strafanzeige gegen einen anderen Polizeibeamten erstatten. Dieser hatte einen Freund des Mannes auf „unerfreuliche Weise“ festgesetzt. Wie genau diese Festsetzung ablief, ist nur von einer Seite bekannt. Die Reaktion der Polizeibeamten auf eine Strafanzeige wird jedoch schnell deutlich. Nach einigen Augenblicken sieht man den Mann mit dem Fahrrad, wie er sich von den Polizisten entfernt. Plötzlich dringt von links ein Polizeibeamter ins Bild und versucht ihn festzuhalten. Ab diesem Augenblick geht alles ganz schnell. Der Mann wird in eine Gruppe von Polizeibeamten gezogen. Gerade als er sich inmitten dieser befindet, schlägt ein weiterer Polizeibeamter mit der Faust in sein Gesicht. Dank des hochauflösenden Videos ist diese Szenerie äußerst detailliert.

Bemerkenswert ist, dass scheinbar einige weitere Polizeibeamte in regelrechte Raserei verfielen und gegen dabeistehende Demonstranten und völlig unbeteiligte Passanten ebenfalls Gewalt anwendeten. Ob dies nun ein „Versehen“ war, weil man ja für den einen oder anderen Faustschlag ausholen musste, und dabei unbeteiligte Dritte mit dem Ellenbogen erwischte, ist egal. Hier hat man eindeutig mehr als nur überreagiert. Ein Kommentator bei Netzpolitik beschreibt die Einsatzhundertschaft wie folgt: „Die 22.Einsatzhundertschaft besitzt sowas wie Immunität. Schwer, gegen die Anzeige zu erstatten. Ist deren normales Vorgehen. Reicht auch schon die nach der Dienstnummer zu fragen, um ins Krankenhaus zu gehen.“ Ob dem tatsächlich so ist, lässt sich schwerlich gegenprüfen. Das Video hinterlässt zumindest einen bleibenden Eindruck und wirft einige Fragen auf.

Der ChaosComputerClub ruft etwaige Zeugen dieser „Prügelaktion“ auf, sich unter mail[@]ccc.de zu melden. Auch weiteres Bild- sowie Videomaterial soll aufbewahrt werden. Denn wie Fefe treffend formuliert: „LEIDER haben die Polizisten IMMER NOCH NICHT eine Identifikationsnummer für solche Fälle, das ist die schlechte Nachricht. Die Gute ist, dass wir Nerds inzwischen HD-Camcorder haben und man aus dem 720p-Video […] ein paar schöne Frames extrahieren kann, die für eine Identifizierung der Prügel-Cops ausreichen sollten.“

Das Video wurde derweil bei YouTube aufgrund seines Inhalts geflagged. Im Artikel hier sind mehrere Mirror des Videos in verschiedenen Formaten angegeben. Neben mehrerer Einträge bei YouTube (1, 2) sowie dem ChaosComputerClub (720p-250MB oder 768×432-58 MB.) ist das Video zwischenzeitlich auch bei Vimeo sowie als Torrent verfügbar.

Youtube hat angefangen Zählerstände zu sperren und die Bandbreite einzuschränken. Vielleicht das das Thema nicht zu viel Gesellschaftlichen Schwung bekommt.
Im Augenblick gibt es schon über 1000 Kommentare dazu auf Youtube!

Quelle Gulli





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