Amerikanische Immobilienverkäufe im langfristigen Vergleich

Experten überrascht: Amerikaner kaufen wieder Häuser, melden die Presseagenturen. Man hört es gerne, endlich wieder Luft zum Atmen. Die Experten nehmen die frohe Botschaft gerne auf und basteln daraus einen Aufschwung. Ernüchterung macht sich hingegen breit, wenn man die Zahlen in einen etwas grösseren Kontext stellt.

Der Schätzung zufolge wurden aufs Jahr hochgerechnet 433′000 Neubauten verkauft. Experten hatten mit 390′000 Häusern gerechnet. Das Ministerium revidierte zugleich seine Angaben für Juni auf 395′000 von 384′000.

Das hört sich doch hübsch an und viel mehr wird uns von den Medien auch nicht bekannt gegeben. Ganz anders präsentiert sich hingegen die Lage, wenn man die Zahlen wie Querschuss etwas genauer anschaut:

Im Vergleich zum Hoch im Juli 2005 mit 1,389 Millionen verkaufter Wohneinheiten beträgt der Absturz im Juli 2009 immer noch -68,9%! Das Allzeittief seit Erhebung der Daten im Jahr 1963 wurde im Januar 2009 mit nur 329′000 verkauften Wohneinheiten markiert!

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